Durch alle Gefahren: Weltgeschichte trifft österreichischen Power-Metal

English Version of this article: https://shieldmaidensvoice.com/2019/11/29/through-all-the-obstacles-history-meets-austrian-power-metal/

Wir schreiben das Jahr 1459. Auf einer Burg in Niederösterreich wird ein Kind geboren, das den Lauf der Geschichte durch gezielte Heiratspolitik und kriegerische Auseinandersetzungen entscheiden beeinflussen sollte.

Die Rede ist vom späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Maximilian I. Er leitete den Aufstieg der Habsburger Dynastie zur Weltmacht ein und war einer der populärsten habsburgischen Kaiser. Maximilian gilt als Konsolidierer der zwei habsburgischen Linien und hinterließ seinen Nachkommen, maßgeblich seinem Enkel Karl V., ein Reich, in dem die Sonne niemals unterging.

Sprung in das Jahr 2019

Im Januar des Jahres jährte sich der Tod Maximilians I. zum 500. Mal. Anlass genug für Österreichs bekannteste Power-Metal-Band Serenity sich diesen großen Mannes anzunehmen und sein Wirken in einem neuen, zeitgemäßeren Kontext aufzuarbeiten. Das Ergebnis dieser Inspiration ist ein Album mit dem Titel „The Last Knight“ (dem Spitznamen Maximilians), welches im Ende Januar 2020 erscheinen wird.

Nun präsentieren Serenity einen ersten Einblick: Die Single „Set The World On Fire“ erschien am 28.11.2019 und ist die erste Single-Auskopplung des bald erscheinenden Albums.

Album-Cover zu dem im Januar erscheinenden Album

Set The World On Fire

Im Vorfeld hatte die Band über ihre Social-Media-Auftritte sowohl den Album-Titel, die Album-Produktion, als auch die Erscheinung des Songs geteased. Dies führte, zumindest bei mir persönlich, zu einer sehr hohen Vorfreude auf den ersten Einblick in das von Sascha Paeth produzierte Album. 

Der Song beginnt mit einem gedämpft-klingenden Gesang, sowie Spannung aufbauenden Bass- und Gitarrenriffs und nimmt etwas den Einstieg in den Refrain voraus. Beim ersten Hören, schlug mein Herz schon höher, denn gerade die Riffs in Verbindung mit dem Schlagzeug sind die Art von Epicness, die ich von Serenity einfach erwarte. Allerdings hätte mir der Gesang am Anfang ohne Special-Effect wesentlich besser gefallen.

Nach dem kleinen Intro geht man direkt über in einen monumentalen Instrumental-Part, der einen direkt überzeugt ohne Rückfragen für irgendwen in den Krieg zu ziehen. Passend dazu finden sich danach im Video auch Bildeinspielungen eines Schwertes, von dem Blut in ein Gewässer tropft. 

Die Band ist dabei vom Videographen gekonnt in Szene gesetzt und die Feuer-Fontänen verleihen dem ganzen einen epischen Anstrich. Traurigerweise finde ich den gewählten Ortes des Videos, eine Industrie- oder Lagerhalle, leider gänzlich ungeeignet für die Musik und auch das Thema des Albums… Da hätte ich mir einen ähnlichen Drehort, wie im Video zu „United“ gewünscht, da so keine solche Dissonanz zwischen den Band- und den Geschichtsszenen entstanden wäre.

Insgesamt kann der Song aber vor allem durch seinen kraftvollen, durch Backing-Vocals punktuell betonten, Gesang und seine mächtige Komposition durchaus überzeugen. Zwar empfinde ich die Melodien als etwas generisch und bin mir sicher, dass Serenity hier durchaus mehr können, aber man darf auch nicht vergessen, dass hier nur ein einziger Song aus dem Album präsentiert wurde. Im Gesamteindruck des Albums kann der Song noch einmal komplett anders wirken und es ist auch schwierig einen einzigen Song aus einem Konzeptalbum herauszugreifen und sinnvoll zur Charakterisierung eines Album heranzuziehen. 

Die Idee, Herbie Langhans (bekannt von Avantasia) hier mit einzubeziehen und zu featuren, finde ich sehr gelungen und bietet dem Hörer ein kleines Überraschungsmoment, das den Song gut auflockert.

Insgesamt hat die Band hier einen guten Song abgeliefert, der aber für das Album (und ggf. eine zweite Single) noch Luft nach oben bietet. Ich für meinen Teil bin nach wie vor sehr gespannt auf das kommende Album.

Presale

Wenn ihr die Band zum jetzigen Zeitpunkt schon unterstützen wollt, dann könnt ihr dies über den Bandeigenen Pre-Sale unter folgendem Link tun:

2 Kommentare zu „Durch alle Gefahren: Weltgeschichte trifft österreichischen Power-Metal

  1. Hey – Danke für das großartige Review…warte auf das 2te Video – da wird dein Verlangen nach einem historischen Ort nicht enttäuscht werden…;)

    Georg und SERENITY

    Liken

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