Manntra’s Monster Mind Consuming – Eine Review

Band: MANNTRA

Album: Monster Mind Consuming

Genre: Folk/Industrial Metal

Spiellänge: 35:41

Release: 26.03.2021 (NoCut Entertainment)

You can find the english version of this review here.

Alle Links zur Preorder gibts hier.

Das Album wurde mir von NoCut zur Verfügung gestellt! Vielen Dank dafür an Morgane und an Marko von MANNTRA, der meine Anfrage freundlicherweise weitergeleitet hat!

Manntra, Monster Mind Consuming, 26.03.2021

Es freut mich immer ganz besonders, wenn ich euch da draußen einen Geheimtipp geben kann. Zu meinem Glück habe ich jetzt mal wieder die Gelegenheit dies zu tun. Am 26.03. veröffentlicht die kroatische Folk/Industrial Metal Band MANNTRA ihr neues Album mit dem Titel Monster Mind Consuming.
Dem Einen oder Anderen wird die Band vielleicht schon von ihrem Auftritt beim Rockharz 2018 oder ihren Touren mit Bands wie IN EXTREMO oder DIE KRUPPS bekannt sein.

Monster Mind Consuming ist das nunmehr zweite Album, auf dem Sänger Marko in englischer Sprache zu hören ist. Seine markante Stimme ist für mich auch ein zentraler Selling Point MANNTRAs, der sie von anderen, ähnlichen Bands abhebt.

Den Auftakt zu dem, mit knapp 36min doch recht kurzen, Album bildet das Intro Invocation, das über einen nahtlosen Übergang in den ersten Ohrwurm mit dem Titel Heathens übergeht. Der aggressive und doch sehnsuchtsvolle Song beschreibt eine Art Schlacht- oder Kampfsituation, in die der Hörer gekonnt hineinversetzt wird. Kampfzeilen, wie „No fear!“ oder „War is a sacred art“ in Kombination mit den Schlachtgesängen der Backing-Vocals machen diesen Song zu meinem Favoriten auf diesem Album!

Als letzte Single-Auskopplung hat der Song für die Fans sicherlich die Vorfreude noch erhöht.

Angelehnt an das lateinische Wort „Orator“ (dt.= öffentlicher Sprecher) folgt die erste Single-Auskopplung des Albums namens Ori Ori. Die Hymne auf gefallene Helden, die gehasst und gleichzeitig geliebt werden, lässt sicherlich inhaltlich die Herzen von Fans der römischen Geschichte höher schlagen. Insbesondere in Verbindung mit dem sehr aufwändigen Video!

Im nachfolgenden Song Slave wird das Bild einer in die Dunkelheit gestürzten Burgruine erzählt. Hier sind die Folk-Elemente wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Das macht den Song sicherlich auch tauglich für Fans außerhalb der Metal-Szene! Mit einer Laufzeit von nur 2:55 min ist er mir allerdings zu kurz…

Es folgt Single-Auskopplung Nr. 2 mit dem vielsagenden Titel Voices of the Sea. Dieser sehnsüchtige Song thematisiert das Gefühl jahrelang gegen die inneren Dämonen zu kämpfen, nach Hause zurückzukehren und zu wissen, dass man sie nie besiegt hat. Die Sehnsucht nach innerem Seelenfrieden und der gleichzeitigen Anziehungskraft hin zur See, wo die Dämonen schlummern, ist hier wundervoll musikalisch umgesetzt!

An diesem Punkt muss ich jetzt noch eine Sache anbringen: Ich bin generell kein Fan davon die Single-Auskopplungen hintereinander weg auf dem Album zu platzieren, weil ich denke, dass man dem Hörer so ein bisschen Entdeckungsgeist nimmt. Man könnte das Album also nach der Hälfte weglegen und hätte dabei nichts neues gehört. Das finde ich in Bezug auf die Arbeit, die man sich mit so einem Album macht, schade und unnötig.

Kommen wir aber nun zu Single Nr. 4 und Song Nr. 6 (auf dem Album): Barren King. Starke Folk-Melodien bestimmen diesen Song, der dem Hörer die Geschichte eines Königs der Außenseiter erzählt. Stellenweise erinnert mich der Song hier an Werke von IN EXTREMO.

War Barren King noch sehr Folk-lastig, folgt mit MMC ein Song, der im Industrial/Gothic Bereich zu verordnen ist. Hier zeigt sich für mich eine Stärke MANNTRAs ganz deutlich: Markos Stimme ist so prägnant, dass er es schafft Folk-Songs ebenso glaubhaft zu transportieren, wie härtere Industrial Nummern. Der Inhalt des Songs, es geht um die manipulativen Abgründe der menschlichen Gesellschaft, machen den Song gerade in den jetzigen Zeiten aktueller denn je.

Mit dem folgenden Song namens I want to eat you kann ich persönlich nicht wirklich etwas anfangen. Die Kontrastierung aus härterem RAMMSTEIN-artigen Gitarrenparts und dem folkigen, standardmäßigem Refrain funktioniert hier für mich leider gar nicht.  

Umso stärker kommt da In your Eyes daher. Der Song handelt von Leidenschaft und Vergnügen und dem Kampf gegen die Sünde. Der ewige Kampf zwischen Sitte und Verlangen ist hier im Stile MANNTRAs enorm gut umgesetzt und beschert dem Hörer auch direkt einen neuen Ohrwurm!

Etwas ungewöhnlich, aber wunderschön umgesetzt, präsentiert sich der vorletzte Song namens Let’s invite the Storm. Im Vergleich zu anderen MANNTRA-Songs ist dieser wesentlich sanfter und weicher, aber das Duett mit Bassistin Maja vermittelt den Schmerz der vergangenen Liebe auf eine sehr einfühlsame Art, dass ich mir sicher bin, dass Fans auch hieran ihre Freude haben werden!

Den nahezu krönenden Abschluss bildet die ganz auf kroatisch gehaltene Ballade Lipa. In seiner Aufmachung erinnert er ein bisschen an Songs der Band TANZWUT

Ich persönlich bin sehr happy, dass es einen kroatischen Song gibt. Als ich MANNTRA kennenlernte, sangen sie noch ausschließlich auch kroatisch und im Zuge ihrer steigenden Bekanntheit sind sie dann auf englisch umgestiegen. Die Rückbesinnung auf ihre Wurzeln markiert für mich einen gut gelungen Schlusspunkt des Albums!

Zusammenfassend haben wir hier ein Werk, an dem Fans von Folk und Industrial große Freude haben werden. MANNTRA schaffen es sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und uns trotz Pandemie das wohl beste Album ihrer Laufbahn zu präsentieren!

Absolute Empfehlung meinerseits!

1 Kommentar zu „Manntra’s Monster Mind Consuming – Eine Review

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