Eiskaltes Metal-Inferno: AMORPHIS und ELUVEITIE in Leipzig

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Freunde, wo ist nur die Zeit geblieben? Das Jahr ist unheimlich schnell an uns vorbei gezogen! Für den würdigen Jahresabschluss haben vergangenen Samstag AMORPHIS, ELUVEITIE, DARK TRANQUILLITY und NAILED TO OBSCURITY im Felsenkeller Leipzig gesorgt. Wir konnten es uns bei diesem bombastischen Line-Up natürlich nicht nehmen lassen uns das anzuschauen. 

An dieser Stelle vielen, vielen Dank an das Team von Atomic Fire Records, die das für uns möglich gemacht haben! Ihr habt uns wirklich seeeeehr glücklich gemacht!

Wie eigentlich immer, haben wir die wundervolle Fotoaction lightinmirror.de zu verdanken! Denkt daran, ihr auf Social Media so viele Likes und Follows wie möglich zu geben!

AMORPHIS @Felsenkeller Leipzig; Pic by lightinmirror.de (c) 2022

NAILED TO OBSCURITY

Der Abend im Felsenkeller wurde eingeläutet von den Ostfriesen von NAILED TO OBSCURITY. Es war schon fast poetisch passend, wie draußen die Straßen mit Schnee bedeckt wurden, während drin das etwa 30min Set mit Black Frost eröffnet wurde. 

NAILED TO OBSCURITY spielen eine interessante Mischung aus Doom und Melodic Death Metal, der einem wahrlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Sie erinnern mich dabei auch stellenweise an OPETH. Mich holt das vor allem deswegen ab, weil ich die teils getragenen Stellen ebenso liebe, wie schnellere Parts und ich diese Abwechslung in meiner Musik sehr liebe. Im Kontext des Line-ups hatten es die fünf Musiker aber wirklich schwer mitzuhalten. Das Publikum war auch eher verhalten, was auch daran lag, dass sich ein Großteil der Leute noch in der Garderobenschlange befand. Auch empfand ich die Zeit zwischen Einlass und Beginn ihres Sets als zu kurz. 

Unabhängig davon habe ich mich aber sehr gefreut sie mal wieder live zu sehen und ich bin auch sehr gespannt auf das kommende, neue Material, aus dem sie ebenfalls einen Auszug präsentierten!

DARK TRANQUILLITY

Von den kalten Küsten Ostfrieslands ging es dann, nach kurzer Umbaupause, direkt nach Göteborg. DARK TRANQUILLITY haben ihren eigenen Kultstatus innerhalb der Metalszene und so war es auch kein Wunder, dass die Menge entsprechend aufgeregt war, als es endlich losging. 

Für uns war es neben dem Rockharz die zweite Gelegenheit diese wundervolle Band live zu sehen und wir hatten definitiv großen Spaß! Ihr Set war gespickt mit Fan-Favoriten wie etwa Misery’s Crown, Forward Momentum oder Phantom Days. Kurzum: Wer Metal der Göteborger Schule mag, ist hier vollends glücklich geworden. 

Wenn ich es mit dem Festivalauftritt vergleiche, hat es mir hier in Leipzig wesentlich besser gefallen. Es hat sich einfach intimer angefühlt und durch die vorangegangen Tourtermine war die Band auch enorm gut eingespielt. 

DARK TRANQUILLITY’s Musik ist für mich auch immer emotional aufgeladen und ich hatte unheimliche Gänsehaut. Unheimlichen Anteil daran hat auch Sänger Mikael Stanne, der im Set immer wieder einfach innegehalten und die Stimmung genossen hat. Wenn man dann Songs, wie The Dark Unbroken hört, ist es halt bei mir auch einfach emotional vorbei!

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DARK TRANQUILLITY @Felsenkeller Leipzig; Pic by lightinmirror.de (c) 2022

ELUVEITIE

Worte können kaum erfassen, wie sehr ich mich auch auf ELUVEITIE gefreut haben. Ihr Gig beim Rockharz dieses Jahr war wundervoll, auch wenn sie da den allerletzten Slot hatten (unglaublich! Wer hat das so gebucht??).

In ihrer Position als Co-Headliner hatte das Publikum die Gelegenheit ein längeres Set von ihnen zu hören. Erwähnenswert ist hier auch die neue Hurdy-Gurdy-Spielerin Annie, die ihre Aufgabe aus meiner Sicht hervorragend gemeistert hat!

Zwar sind die Pagan- und Folk-Tunes, die ja nunmal ELUVEITIE’s Stil sind, im Gesamt-Line-Up etwas aus der Reihe gefallen, aber das war nicht weiter schlimm, denn im Gegenzug bekam man eine einmalige Metal-Party geboten. 

Das Set selbst war unheimlich vielseitig und beinhaltete eine gute Mischung aus alten und neueren Songs, wie etwa Call to the Mountains oder Aidus. Eine Besonderheit war zudem das Drumsolo von Schlagzeuger Alain, das mir mal wieder vor Augen geführt hat, wie vielseitig dieses komplizierte Instrument eigentlich ist!

Eine besondere Lanze möchte ich aber auch noch für Sängerin Fabienne brechen, die über die Gesamtheit des Auftrittes das Publikum animiert und dabei eine enorm ergreifende Performance gezeigt hat. Ich liebe ihre Stimme sehr und ich bin immer wieder beeindruckt, wie talentiert sie ist!

Gegen Ende des Sets hatte ich schon ein bisschen die Befürchtung, dass mein Lieblingssong der neun Schweizer doch nicht auf der Setlist steht. Doch am Ende der Zugabe wurden meine Gebete noch erhört: Inis Mona bildete erneut den gebührenden Abschluss für ein Set, das den Felsenkeller ordentlich zum Beben gebracht hat!

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ELUVEITIE @Felsenkeller Leipzig; Pic by lightinmirror.de (c) 2022

AMORPHIS

Nicht weniger kraftvoll, wenn auch auf eine andere Weise, gaben sich AMORPHIS an diesem Abend. Ihr Set war vorwiegend geprägt von Songs die nach Beitritt Toni Joutsens zur Band entstanden waren. So wurde das Publikum mit Songs wie Silver Bride oder auch Death of a King beschenkt. Es war für mich auch so etwas wie ein Full-Circle-Moment die Songs aus Halo zu hören, weil einer meiner ersten Artikel dieses Jahr die Review eben jenes Albums war. Als eines meiner Lieblingsalben des Jahres, hat es mich sehr glücklich gemacht beispielsweise Northwards  oder The Moon zu hören. 

Nichtsdestotrotz bin ich aber auch eine Verfechterin der frühen Amorphis-Werke, hier insbesondere Tales from the Thousand Lakes. Da hat es mein Fan-Herz schon höher schlagen lassen, als sie dann die ersten Töne von Black Winter Day anstimmten. Das sind auch wieder die Momente, in denen ich sie umso mehr zu schätzen weiß. Sie wissen halt einfach, was ich will! 

Den krönenden Abschluss lieferten sie dann mit House of Sleep, ein Song, der mich auch persönlich immer wieder anspricht! 

Alles in allem war es ein absolut wundervoller Abend, den wir voll genossen haben. Ein solches Line-Up hat man selten und es war das beste (verfrühte) Weihnachtsgeschenk, das wir hätten haben können!

1 Kommentar zu „Eiskaltes Metal-Inferno: AMORPHIS und ELUVEITIE in Leipzig

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