Offen und ehrlich – Serenity Bassist Fabio D’Amore im Interview

Produzent, Bassist des österreichischen Power-Metal-Flagschiff Serenity und generelles musikalisches Talent Fabio D’Amore nahm sich die Zeit, um in einem ehrlichen (Skype-) Interview das letzte Serenity Album The Last Knight und die aktuelle Krisensituation rund um Corona für die Musikwelt zu besprechen. Wenn auch du die Band unterstützen willst, dann schau doch in deren Merch-Store vorbei, wo sie einige besondere Angebote haben:

https://www.shop.serenity-band.com

English Version: https://shieldmaidensvoice.com/2020/04/04/open-and-candid-interview-with-serenity-bassis-fabio-damore/

Shieldmaiden’s Voice: Wenn Maximilian I. heute noch leben würde, was würde er deiner Meinung nach über dieses Album sagen?

Fabio: Ich weiß es nicht… Ich denke nicht, dass wir seinem Musikgeschmack entsprächen, aber vielleicht würde er ehrenhafterweise respektieren, was wir gemacht haben, denn wir sprechen ja über ihn. Denn wenn jemand ein Album über mich schriebe, egal, wie oder was es wäre, solang es gute Arbeit ist, würde ich sagen „Ok, das ist cool!“

SV: Was hat euch im besonderen an Maximilian so fasziniert, dass ihr euch entschieden habt ihm dieses Album zu widmen?

Fabio: Ich persönlich kann nicht so viel dazu sagen, denn er ist ein Lokalheld und letztes Jahr war sein 500. Todestag, der der Hauptgrund fur uns als Band war ihn zum Vorbild dieses Albums zu machen und ich war mit seinem Vermächtnis nicht wirklich vertraut, bis auf die paar Fakten, die man eben in der Schule lernt. Ich habe eine Wirtschaftsschule besucht und sein Vermächtnis war nicht so wichtig, aber er ist hier [in Österreich] ein Nationalheld und ein Lokalheld in Tirol. Er hatte seine Residenz hier, sein Vater ist in Innsbruck begraben, er wurde in Oberösterreich geboren und deswegen ist er ein österreichischer Nationalheld. Er war bevorzugt hier und deswegen haben wir ihm dieses Album gewidmet, denn es gab verschiedene Festakte beginnend im Februar bis Ende Oktober, denke ich. Ich kann mich erinnern, dass der Tag, an dem wir von Sascha [Paeth]s Studien zurückfuhren auch der letzte Tag der Feierlichkeiten in (Süd-)Deutschland und Österreich waren, sodass wir genau in diesem Zeitraum von Februar bis Oktober lagen während wir das Album konzipierten und fertig machten. Im Februar am Tag der Akustik-Show, bei der du ja auch warst, haben wir das erste Mal darüber gesprochen. Wir haben also am Anfang der Feierlichkeiten entschieden das Album Maximilian zu widmen und im Oktober.. ich glaube um den 20. Oktober herum, waren wir fertig mit dem Mixing, es war also komplett in diesem zeitlichen Rahmen.

SV: Was unterscheidet dieses Album von denen, die ihr davor gemacht habt?

Fabio: Es sind viele Dinge. Zuallererst würde ich die Produktion als solche nennen, denn wir haben den Producer gewechselt. Wir haben zum ersten Mal mit Sascha gearbeitet und es war definitiv ein anderer Arbeitsansatz, den ich auf jeden Fall bevorzuge and und die Art und Weise auf die wir dieses Album gemacht haben war in Bezug auf seinen Teil etwas anders. Und die Songs sind, meiner Meinung nach, wesentlich stärker und irgendwie etwas härter in den harten Passagen und etwas seichter in den seichteren Passagen. Alles ist genau so auf den Punkt gebracht worden, wie es sollte. Ich höre auch andere Alben nicht mehr so oft wie vorher. Ich habe Lionheart oder Codex Atlanticus nach dem Release nicht so viel gehört und ich höre The Last Knight fast täglich, was, denke ich, ein gutes Zeichen ist. Ich meine, jetzt nach der Tour höre ich es nicht mehr so viel, denn wird sonst doch etwas viel, aber ich habe es bis zur Tour zu meiner eigenen Unterhaltung gehört und nicht nur um die Songs zu lernen oder um bestimmte Abläufe durchzugehen. Ich habe es wirklich für meine Unterhaltung gemacht und das ist ein gutes Zeichen für jeden Musiker.

SV: Welchen Einfluss hatte Sascha auf das Album?

Fabio: Nun, ich kannte Sascha nicht bevor wir mit ihm gearbeitet haben, aber seit ich ein Teenager war, und das ist wirklich etwas auf der to-do-Liste eines jeden Musikers in diesem Genre, Ich habe nicht erwartet, dass er so ein netter Mensch ist, eine freundliche Person, ehrlich und sehr direkt auf seine eigene Weise, die aber gut zu meiner Art Dinge zu erledigen ergänzt und das hat den Prozess beeinflusst, obwohl wir uns ziemlich beeilen mussten, denn seine Tour mit Avantasia stand an und wir waren spät dran und unsere Tour kam näher und alles musste veröffentlicht werden und daher hatten wir keinen Raum, um die Produktion auszudehnen. Aber ich denke er hat alles positiv beeinflusst, was wir in dieser Zeit gemacht haben, weil er so ist, wie er ist. Nicht nur, weil er professionell gearbeitet hat, sondern auch weil er selbst uns ein angenehmes Arbeitsumfeld geschaffen hat, in dem wir unser Ding machen konnten und er uns auch zusätzlich nicht unter Druck gesetzt hat, obwohl wir den natürlich hatten. Er hat es geschafft uns in Ruhe arbeiten zu lasse und das war anders und unerwartet für mich von so einem international anerkannten Produzenten, der mit den größten Künstlern in diesem Musikstil gearbeitet hat. Ich war positiv überrascht und ich denke den anderen ging es genauso, außer vielleicht Chris, denn er war während der Aufnahmen auf Tour und musste sein Zeug in Hotelzimmern, im Nightliner und in Backstages aufnehmen, aber das ist sein Problem. Wir anderen, aber auf jeden Fall Georg und ich, haben kein schlechtes Feedback von Sascha bekommen, während wir an den Vocals gearbeitet haben und die sind ja sozusagen die Kirsche oder das Wichtigste auf jedem Album. Es war alles so smooth, dass ich „Whoa, ok!“ dachte. Es war das erste Mal für mich und ich hoffe, dass er es auch wirklich so meinte, ich bin mir zumindest sicher, dass es so war. Das ist, was für mich persönlich die Platte positiv beeinflusst hat und der Rest kam hinterher. Wenn du ein gutes Arbeitsumfeld hast, dann nimmt man gut auf und man fühlt sich sehr energiegeladen und man will sein Ding machen und beweisen, dass es gut ist und das alles ist gut für die Songs. Das alles führt also zu großartigen Songs.

SV: Wenn du sagst, dass du ihn vorher nicht persönlich kanntest, woher kam denn dann die Idee überhaupt mit ihm zu arbeiten?

Fabio: Seitdem ich professioneller Musiker sein wollte und man dann weiter in den Musik-Stil eintaucht, dann merkt man, dass die ganzen Alben, die man hört, wie etwa Angra, Edguy, Kamelot, von ihm produziert worden. Man arbeitet also darauf hin mit so jemandem arbeiten zu dürfen, wenn man die Chance hat. Aber naja, wie ich gesagt habe, ich kannte ihn nicht persönlich, wusste nicht, dass wir ihn erreichen können und deshalb habe ich auch nicht darüber nachgedacht. Er hatte das letzte Beyond the Black Album produziert und so hat Chris es irgendwann in die Diskussion eingebracht oder hat ihn sogar angerufen und gefragt, ob er Interesse daran habe unser neues Album zu produzieren und ich habe die entsprechende Info dann eben bekommen.

SV: Nach der angenehmen Arbeitsathmosphäre, die ihr im Studio hattet, wie hat es sich dann angefühlt die neuen Songs endlich live spielen zu können?

Fabio: Es war toll und es war erfrischend endlich drei neue Songs spielen zu können, auch wenn ich mich darauf gefreut hatte jetzt noch wesentlich mehr live zu spielen, aber das ist ja leider nicht möglich. Es war definitiv erfrischend und im Vergleich zu  den anderen Songs, und das liegt vielleicht daran, dass sie neu sind, war es wesentlich cooler die Neuen zu spielen. Es war auch sehr befreiend die neuen Lieder zu spielen und darüber hinaus war das Feedback sehr positiv, obwohl wir so nah am Veröffentlichungsdatum waren, dass es im April vielleicht noch energetischer gewesen wäre, wenn die Leute die Gelegenheit gehabt hätten das Album richtig zu verarbeiten. Für uns als Musiker aber war es auf jeden Fall eine Erleichterung.

SV: Mit all dem positiven Feedback und der Live-Erfahrung im Hinterkopf, gibt es etwas, das du im Nachhinein an dem Album ändern würdest?

Fabio: Mhm… Ja, Ich meine, natürlich will man, wenn man ein Album macht, im Nachhinein noch etwas ändern oder man hätte gerne noch dies oder das gemacht, aber ich hätte vielleicht gerne gesehen, was mit so einem guten Album passiert wäre, wenn wir keinen solchen Druck gehabt hätten. Wie geht man mit sowas um, wenn man Erwartungen und Deadlines hat? Und wir waren wirklich spät dran und alles musste passieren, weil wir die Tour hatten, denn sonst hätten wir kein Material gehabt und für die Vinyl braucht man normalerweise noch mehr Zeit als für das Digi-Pack und um die Vinyl pünktlich für die Tour zu haben, mussten wir fertig sein und an Napalm [Records] liefern….. Ich denke, wir haben um den 21. Oktober herum geliefert und die eigentliche Deadline war aber schon in der Woche davor. Ich habe Sascha auch auf meinen Fahrten zu meinen Unterrichtsstunden angerufen, denn er ist wirklich so ein netter Mensch, dass man mit ihm über alles sprechen kann. Ich habe ihn also angerufen und gefragt, ob er fünf Minuten Zeit hätte, um zu besprechen, was er über das Resultat dachte und er sagte, er fände es toll, die Songs wären toll und natürlich hätten wir uns wegen der Deadline beeilen müssen, und das ist ja nie gut für die Beteiligten oder das Endprodukt. Aber ich kann nicht wissen, wie viel besser das Album ohne den Stress geworden wäre. Es wäre sicherlich etwas verbessert worden, aber das werden wir nie wissen und wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre es das, was ich ändern würde. Ich denke, jeder Musiker wird das verstehen, es gibt immer Stress, es gibt immer eine Deadline, die früher ist, als man erwartet hätte und man nimmt sich immer vor, es beim nächsten Album nicht so weit kommen zu lassen, aber dann passiert es wieder und es ist sogar noch schlimmer als vorher.

SV: Diamanten entstehen bekanntlich ja nur unter Druck!

Fabio: Klar, aber wie ich schon sagte, und du ja auch, im Nachhinein fragt man sich immer „Wenn ich genug Zeit habe, wie gut kann dann dieses Material werden?“, aber das kann nie wissen, aber man denkt trotzdem darüber nach.

SV: Jetzt um diese Zeit würdet ihr euch wahrscheinlich auf eure Tour mit Dynasty, Victorius und Ad Infinitum vorbereiten. Wie fühlt es sich für dich an das verschieben zu müssen?

Fabio: Nun… Es sind natürlich gemischte Gefühle… Das erste, was ich aber betonen will, und ich hoffe, die Leute verstehen das, ist, dass ich das Wort „verschieben“ nicht mag, denn eigentlich stimmt das so nicht. Wir haben die Tour neu geplant und in einem Jahr angesetzt. Ich weiß nicht, ob meine Mitstreiter mir da zustimmen würden, aber das ist eigentlich egal, denn ich will für mich selbst sprechen, vor allem wegen dem wirtschaftlichen Desaster dahinter. Wir machen die Tour nicht nur drei Wochen später. Wir hätten im Februar nochmal auf Tour gehen und jetzt ein anderen Einkommen haben können, aber das geht jetzt nicht mehr und wir können nicht auftreten, wir können unseren Merchandise nicht verkaufen, wir können unser Einkommen als Musiker nicht haben und niemand wird uns das erstatten. Ich möchte zuallererst sagen, dass es für die Menschen ein Verschieben ist, denn sie haben die Tickets bereits und sie werden das nächste Mal kommen, wenn es geht, aber für uns ist es etwas anderes. Für uns ist es kein Verschieben, denn wir hatten für nächstes Jahr wesentlich andere Pläne. Es fühlt sich von diesem Blickwinkel aus schrecklich an und alles ging drunter und drüber, bevor wir überhaupt ans Vorbereiten denken konnten. Wir hätten dieses Wochenende, denke ich, einen Termin in einem der Konzertorte einen Präproduktionstag gehabt, um unsere Show zu verbessern, um uns um die Lichter zu kümmern und das alles hat gar nicht erst stattgefunden. Wir wurden in eine Warteposition gezwungen, bevor wir überhaupt darüber nachdenken konnten. Das Schlimmste daran ist aber das Merchandise, das schon bestellt war und wegen dieses Merchandise sind wir nicht in der Lage andere Rechnungen von der letzten Tour zu zahlen und man kann sicherlich verstehen, dass das nicht… toll oder cool ist. Ich möchte aber betonen, dass das nichts mit den Menschen da draußen zu tun hat. Das ist unser Problem, aber es betrifft alle um uns herum. Wir sind kein großer Fisch in diesem Teich, weswegen es wichtig ist das mal zu sagen, denn alles kam einfach zum falschen Zeitpunkt.

SV: Was wäre aus deiner Sicht die beste Möglichkeit für eure Fans und Unterstützer euch jetzt unter die Arme zu greifen?

Fabio: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Zuallererst: Kommt zur nächsten Tour und behaltet eure Tickets, das hat oberste Priorität. Ich denke, die meisten Leute werden das machen, zumindest hoffe ich das. Kauft das Merchandise, das wir haben machen lassen. Ich habe gesehen, dass Myrath etwas ähnliches mit einer Indiegogo-Kampagne gemacht haben und wir haben gerade Unmengen an Material bekommen und es sind Sachen im Wert von 13.000€ und… ja… das müssen wir jetzt bezahlen… Der beste Weg, um uns jetzt zu unterstützen ist wenigstens den Merchandise zu kaufen, den wir normalerweise während der Tour verkauft hätten und den wir jetzt nicht verkaufen können, weil die Tour niemals so stattfinden wird, wie Georg ja schon in seinem Video gesagt hat. Ich werde in den nächsten Tagen auch ein Video machen, hoffe ich, denn die Menschen müssen verstehen, und es ist Zeit, dass sie es verstehen, wie diese Sachen ablaufen. Es ist hinter den Kulissen alles nicht immer einfach, weißt du? Die Kosten sind da und wir bereiten uns vor, bevor die Sachen wirklich so richtig Fahrt aufnehmen und natürlich gibt es da auch Künstler, die diese Situation ausnutzen und sagen „Klar, lass uns auch was machen, weil wir es können!“, aber wir haben Geld aus unseren eigenen Taschen ausgelegt, um die Tour planen zu können und wir haben noch nicht mal unser Einkommen aus der letzten Tour bekommen, was das Ganze für uns noch schlimmer macht und dann ist es natürlich schwerer nach all dem Chaos noch weiter zu machen. Wir werden sehen, wie viele nach diesem Desaster noch übrig sind und wenn nicht bald Maßnahmen ergriffen werden, können wir die Acts und Künstler, die noch übrig sind und weitermachen können, an einer Hand abzählen können. Ich kann es natürlich sagen. Ich meine, wir haben im Februar 2021 eine Tour, aber wir kommen wir dort an? Was ist mit den Finanzen? Vielleicht haben wir mehr Glück als andere. Ich will es so eigentlich nicht sagen, aber wir müssen auch an uns selbst denken. Es ist in jeder Hinsicht eine Tragödie. In Bezug auf den Gesundheitsaspekt gibt es nichts, was ich dazu sagen will, Ich kämpfe nicht in einem Krankenhaus und in diesem Blickwinkel bin ich der Letzte, der dazu etwas sagen kann, aber wenn man mich zu meinen Gefühlen hierzu befragt, dann ist das alles auch eine Tragödie in unserer eigenen kleinen Welt.

SV: Könnt ihr in all dem trotzdem das Jahr irgendwie planen? Immerhin war beispielsweise ein Auftritt in Russland geplant?

Fabio: Ja… Wird der Auftritt stattfinden? Ich habe absolut keine Ahnung. Russland ist komplett ruhig und macht keine Angaben und ich weiß nicht, ob ich dort hin will, wenn es so ist, denn wir wissen ja nicht, wie die Lage ist. Ist es für uns sicher? Außerdem bräuchten wir Visa und für die benötigt man irgendwo einen Termin, aber wenn ich einer Ausgangssperre unterliege, wie kann ich dann so einen Termin wahrnehmen? Ich kann also das Visum nicht bekommen und kann daher auch nicht einreisen. Ich benötige ein Arbeitsvisum, um dort hin zu dürfen, in etwa so, als wollte man in die USA oder nach Japan reisen, also weiß ich es nicht. Kurzfristig betrachtet bin ich pessimistisch, dass das etwas wird, denn das ist Fakt und für den Rest des Jahres haben wir uns über ein paar Sachen Gedanken gemacht und wir wollen vorankommen. Wenn wir schon zuhause bleiben müssen, dann können wir auch Musik schreiben und was machen. Wir arbeiten nach wie vor an dem Akustik-Album und es wird interessant sein, wie wir diese „Freizeit“ nutzen können, um etwas zu machen, was wir sonst später getan hätten. Vielleicht. All diese Sachen können jetzt nicht wirklich entschieden werden, weil es schwierig die Lage vorauszusagen. Aber wir werden auf jeden Fall an dieser Front weiterarbeiten. Wir machen etwas, was wir von zuhause machen können und normalerweise später getan hätten. Wir reden auf jeden Fall schon darüber.

SV: Was ich jetzt natürlich nicht ignorieren kann und was du auch gerade selbst angesprochen hast, ist, dass ihr an einem Akustik-Album arbeitet. Wurde das inspiriert oder ausgelöst von der Akustik-Show, die ihr im Innsbrucker Hard Rock Cafe im Februar 2019 gespielt habt?

Fabio: Nein, das war alles schon vorher. Wir haben vorher schon mit der Arbeit an dem Akustik-Album begonnen und wollten deshalb ein paar Sachen live spielen und haben daher die Shows im Hard Rock Cafe und auf den Wacken Winter Nights gespielt und es war überwältigend, perfekt, cool und eine der besten Live-Erfahrungen, die ich je hatte. Chillig und überhaupt einfach toll und du warst ja auch da, sodass du weißt, was ich meine und wir wollen definitiv mehr davon live machen und wir wollen auch diese CD herausbringen. Um aber die CD herausbringen zu können, muss man eine Tour machen und umgekehrt, weshalb wir wir eigentlich nur auf den richtigen Zeit für die Veröffentlichung warten, damit wir eine Tour planen können, denn wir können keine Shows ohne Album spielen, weil wir so keine Reihe an Shows zusammenbekämen.Man muss auf jeden eine Show mit der anderen verbinden, sonst hat man zu hohe Kosten, um eine andere Show an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit zu spielen. Wir wollen zumindest ein paar Auftritte an einem Wochenende haben, also zum Beispiel Freitag, Samstag, Sonntag. Mit einer CD ist das budgetmäßig machbar. Wenn es keine Möglichkeit gibt für so etwas ein Budget aufzustellen, ist es nicht möglich so etwas zu machen, weil wir ja zusätzliche Musiker auch bezahlen müssten. Es ginge nicht nur um uns und die anderen müssen auch bezahlt werden. Je mehr Leute es sind, desto mehr Hotelzimmer braucht man und so weiter. Wir wollen das wieder machen und unsere Neugier bezüglich der Shows wurde gestillt, aber wir brauchen definitiv ein Album, was wir haben, es ist fertig. Es ist in Bezug auf die  Aufnahmen noch nicht fertig, aber die Vorprodukten ist fertig und war auch schon vor einem halben Jahr fertig. Die Frage ist jetzt, wo wir es zeitlich ansetzen in all dem Chaos weltweit. Darüber reden wir momentan.

SV: Was für Ziele, außer die, über die wir gerade gesprochen haben, hast du sowohl persönlich, als auch mit der Band?

Fabio: Ein kurzfristiges Ziel ist erstmal diesem Chaos hier zu entkommen. Ich möchte zur Normalität zurückkehren, auch wenn hiernach nichts mehr normal sein wird. Das ist eine Lektion lernen müssen, denke ich. Da das nun gesagt ist, ich wäre gerne mit diesem Album früher auf Tour gegangen, aber wir müssen jetzt warten und ich hoffe wirklich, dass The Last Knight etwas länger in Umlauf bleibt. Außerdem würde ich gerne noch an anderen Orten spielen, wo wir bisher noch nicht waren, wie zum Beispiel Asien, worüber wir kürzlich auch schon gesprochen haben und natürlich neue Märkte erreichen, sowohl live, als auch mit der CD. Ich persönlich konzentriere mich auf meine Produktionen und da passiert unheimlich viel und, um es nochmals zu betonen, der aktuelle Stop hilft bei dem, was ich tue, absolut nicht, sowohl im Studio, als auch mit anderen Acts und Projekten. Ich hoffe zuallererst, dass alles zur Normalität zurückfindet, das ist eine Priorität und das Hauptziel. Danach können wir wieder an alles Andere denken.

SV: Wenn du eine letzte Message an Freunde und Unterstützer in diesen Zeiten senden könntest, welche wäre es?

Fabio: Bleibt gesund, verlasst nicht euer Zuhause und unterstützt eure Bands, wenn ihr die Finanzen dafür habt. Aber unterstützt zuerst die Krankenhäuser und die Menschen, die sich um uns kümmern, denn der nächste Fall könntet ihr selbst oder eure Verwandten sein. Wenn ihr also etwas übrig habt, spendet ihnen diese Dinge und helft ihnen, indem ihr Zuhause bleibt und die Nachricht verbreitet und helft ihnen in Ruhe arbeiten zu können. Und wenn ihr dann noch Geld übrig habt, unterstützt eure Lieblingsbands, die von dieser großen Tragödie alle betroffen sind.

1 Kommentar zu „Offen und ehrlich – Serenity Bassist Fabio D’Amore im Interview

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close