Eine Ganz Besondere Connection

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Im Rahmen ihres Album-Showcase am 16.10. habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Jungs von SOULSPLITTER mal ein paar Fragen zu stellen. Was treibt sie um? Wer sind ihre musikalischen Vorbilder? Was verraten sie schon jetzt über das (voraussichtlich) Ende Januar 2022 erscheinende Album? 

All das und mehr könnt ihr im unterstehenden Interview erfahren!

Vielen lieben Dank auch hier wieder an lightinmirror.de für die außergewöhnlichen Behind-The-Scenes-Shots!

Shieldmaiden’s Voice: Wenn ihr eure Musik in drei Worten beschreiben müsstet, welche wären es?

Fenix: Cinematic…

Simon: Progressive…

Sami: Metal!

SV: Gibt es für euch Songs, Alben oder Künstler, die euch und euren Musikstil maßgeblich beeinflusst haben?

Simon: DREAM THEATER, HAKEN, OPETH, SYMPHONY X…

Fenix: Auch EMERSON, LAKE AND PALMER

Sami: Auch klassische Komponisten, wie RACHMANINOV, TSCHAIKOWSKI.

Simon: Sowas wie PERIPHERY auch.

Fenix: Insbesondere auch Konzeptalben. Von all diesen Künstlern gibt es ja einige Konzeptalben. Tarkus von EMERSON, LAKE AND PALMER und Scenes from a Memory von DREAM THEATER, waren für mich sehr wegweisend, vor allem in ihrer Art Geschichten zu erzählen. In jüngerer Geschichte auch auf jeden Fall EARTHSIDE, die wir hier als honorable mention mit nennen müssen!

SOULSPLITTER; Pic by lightinmirror.de

SV: Was macht eure Musik aus?

Fenix: Ich denke, dass es sehr um den Aspekt des Geschichtenerzählens geht. Wir wollen eben mehr als nur Musik machen, wir wollen wirklich mit jedem Song, jedem Album eine Geschichte erzählen. Wir lassen dabei viele Elemente aus anderen Bereichen einfließen, insbesondere aus der klassischen Musik, dem Jazz und aus der Pop- und der elektronischen Musik. Da gibt es immer wieder Dinge, die wir annehmen und die wir in unsere Musik und unseren Sound einbringen wollen. 

Sami: Das Ganze ist auch zeitübergreifend. Wir nehmen Zugriff auf alte Sachen, wie auch auf moderne Themen und versuchen dazu den Bezug herzustellen.

Simon: Ich denke, dass wir nicht so sehr versuchen Hypes nachzurennen, sondern authentisch zu bleiben und ich würde auch sagen, dass wir versuchen einen gewissen Fluss in unserer Musik zu erzeugen, dass dadurch quasi die Geschichte erzählt werden kann.

Felix: Wir wollen auch durch das Sound-Design versuchen so eine Welt aufzumachen, deswegen auch der Ansatz „Cinematic“, damit im besten Fall bei den Zuhörenden eine Art Film abläuft.

SV: In eurem letzten Album Salutogenesis ging es, grob gesagt, um Themen wie Liebe, Tod und Selbsterkenntnis. Worum geht es jetzt im neuen Album?

Simon: Das neue Album wird Connection heißen und es geht um die Verbindung mit sich selbst, das ist vor allem geprägt durch Corona. Wir haben sehr viel Zuhause in unterschiedlichen Städten an dem Album geschrieben.  Unsicherheit, das auf sich selbst gestellt sein und die Konfrontation des Selbst mit Themen, denen man sich normalerweise nicht stellen will, jetzt aber muss und wie man damit umgeht, waren Themen, die uns im Schreibprozess enorm beschäftigt haben. Am Ende des Albums steht dabei dann wie man diese Probleme lösen und zu einem Zustand der Verbundenheit zurückkehren kann.

SV: Woher kam die Inspiration oder der Wille gerade darüber ein Album zu schreiben?

Fenix: Ich glaube, dass es ein Thema ist, was sehr viele Menschen betrifft und, insbesondere in der Pandemie, betroffen hat, dass man dieser Selbstkonfrontation nicht aus dem Weg gehen kann. Wir wollen diesen Menschen auch etwas an die Hand geben, eine Art Inspirationsquelle, ein Mittel zur Reflexion und Projektion, damit sie auch den Mut haben, sich diesen Themen und dieser Konfrontation zu stellen und das Vertrauen zu haben, dass man am Ende mehr wird, weil man einen Teil von sich selbst integriert hat, gerade weil es sich auch lohnen kann in diese Emotionen hineinzugehen. 

Sami: Der Schreibprozess zu Connection begann ja schon bevor COVID ein Thema war, aber im Zuge der Quarantäne und des Lockdowns war es dann so, dass man dieser Konfrontation gar nicht mehr ausweichen konnte. Man wird auf einmal gezwungen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, ob man will oder nicht.

SOULSPLITTER; Pic by lightinmirror.de

SV: Was hat sich in diesem Schreibprozess im Vergleich zum Vorgänger verändert?

Simon: Es ist mehr Metal geworden, würde ich jetzt mal so behaupten. Es ist auch hookiger, denn die Songs sind kürzer geworden, eher so um die 6min Länge…

Sami: Quasi ein Radio Edit!

[alle lachen]

Simon: Es ist auch ein bisschen technischer geworden, zumindest für mich auf der Gitarre.

Fenix: Ich würde auch sagen, dass es gitarristischer ist, alle Songs sind auf der Gitarre entstanden. Salutogenesis ist ja verstärkt auf dem Klavier entstanden. Das Songwriting von Connection ist kompakter und weniger episch angelehnt. Ich glaube, dass wir unserem Kernsound trotzdem treu geblieben sind, in dem Sinn, dass wir einen Metal-Sound haben, der eben mit Piano und klassischen Streichern angereichert ist und dadurch sehr farbenfroh, aber im Grundsound trotzdem sehr rockig ist.

SV: Ihr habt es gerade schon einmal angerissen, aber ihr könnt ja noch einmal mehr dazu sagen, welchen Einfluss die Pandemie auf das Songwriting hatte.

Felix: Dadurch, dass wir uns nur hin und wieder für intensivere Sessions getroffen haben, ist einfach sehr viel über Online-Kommunikation passiert. Man hat sich ausgetauscht und verschiedene Versionen hin und her geschickt. Das ist natürlich schon etwas ganz anderes, als wenn man einen Monat lang zusammen arbeitet und die Songs dann dort entstehen. Ich glaube nicht unbedingt, dass es ein Nachteil ist, es ist aber auf jeden Fall ein anderer Ansatz gewesen.

SV: Was sollten die Zuhörenden von diesem Album mitnehmen?

Fenix: Am Ende das, was der/die HörerIn davon mitnimmt. Ich glaube, dass man da nicht zu hohe Erwartungen stellen sollte, sondern, dass die Musik für sich selbst spricht und gewisse Reaktionen auslöst. Das ist dann auch genau das, was ausgelöst werden soll.

SV: Sollte man euch eher live oder mittels einer Aufnahme erleben?

Fenix: Beides! [alle lachen] Es ist wirklich eine andere Erfahrung. Live haben wir die Möglichkeit selbst den Kontext zu erschaffen, in dem die Musik vielleicht nochmal anders wirken kann, aber dafür kann man bei einer Studioaufnahme immer noch mehr Feinheiten aus der Musik extrahieren. Wenn man die Dinge öfter hört, sich vielleicht auch mit den Lyrics beschäftigt, was in einem Live-Kontext weniger möglich ist, ergeben sich vielleicht auch nochmal neue Erkenntnisse. Insofern bekommt man die volle Experience nur, wenn man beide Seiten nutzt.

SV: Was bedeutet es euch, dass ihr euer neues Werk nun endlich live präsentieren könnt?

Sami: Ich denke, wir sind alle ziemlich sprachlos, weil es jetzt einfach reif ist und auf die Bühne muss…

Fenix: … und gleichzeitig ist es voll surreal, weil wir zwei Jahre lang in Isolation daran gearbeitet haben. Es jetzt der Öffentlichkeit vorzuspielen, ist echt unreal.

Simon: Ich merke auch, dass mit dem Albumshowcase jetzt sehr viel abgeschlossen wird. Es ist ein Ende in Sicht, was die Pandemie angeht, und es ist auch ein Ende des Albumproduktionsprozesses in Sicht. Ich hoffe, dass wir mit dem neuen Album ein neues Kapitel aufschlagen können.

SOULSPLITTER; Pic by lightinmirror.de

SV: Wer ist dabei eure Zielgruppe?

Simon: Vom klassischen Metal-Hörer, über den Instrumental-Nerd bis…

Sami: … bis hin zum klassischen Progressive-Rocker. Im Endeffekt steht alles unter dem Motto des Albums: Connection. Wir wollen uns mit Menschen in Verbindung setzen und dabei eben auch (Genre-)Grenzen überwinden, um Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen erreichen. Wenn man sein Handwerk gut macht, dann hat auch jeder die Chance auf ein gefälliges Ohr zu treffen, davon sind wir überzeugt. 

SV: Es kam jetzt gerade schon kurz zur Sprache, aber was würdet ihr gerne mit dem Album Connection und mit eurer Musik generell erreichen wollen?

Fenix: Das ist eine Frage, die ein bisschen von der Perspektive abhängt. Einerseits wollen wir natürlich damit gern mehr Menschen erreichen, auch dadurch, dass der Sound sich gewandelt hat und wir denken, dass wir dadurch andere Menschen ansprechen, als noch mit Salutogenesis.

Andererseits wollen wir den Leuten die Gelegenheit geben mit uns und unserer Musik in Verbindung zu treten und, im besten Fall, ein Konzert zu besuchen.

Das ist das Beste, was passieren kann.

SV: Wie kann man euch dabei am Besten unterstützen?

Felix: Indem man unsere Musik hört, indem man unsere CDs kauft…

Simon: …uns folgen, auf die Konzerte kommen, uns weiterempfehlen. Gerade jetzt im Moment geht es viel darum mehr Leute zu erreichen.

Fenix: Spreading the word ist, denke ich, das Beste, was man machen kann. Natürlich ist es immer eine große Hilfe uns finanziell zu unterstützen, indem man das Album kauft, indem man Merchandise kauft. Das hilft uns mehr, als mancher glauben mag, weil wir ja alles irgendwie aus uns selbst erzeugen. Von daher wissen wir das enorm zu schätzen!

SV: Wenn ihr den Leuten da draußen noch eine Sache über euch sagen könntet, die wir jetzt nicht besprochen haben, welche wäre es?

Fenix: Je mehr Support wir kriegen, desto größer werden die Projekte sein, die wir in Zukunft realisieren. Wir träumen viel und wir träumen auch sehr groß. Es ist ein Struggle die Dinge auch tatsächlich umzusetzen, aber wir wollen diese SOULSPLITTER-Reise weiterbringen, wir wollen es gerne auf die nächste Ebene heben, mit neuen Wegen unsere Geschichte erzählen. Da gibt es viel, worauf man sich freuen kann.

Da habt ihr es! Auf SOULSPLITTER sollte man, aus meiner Sicht, definitiv ein Auge haben! Wenn auch ihr die Jungs unterstützen wollt, dann schaut doch mal auf ihrer Website und ihrer Bandcamp-Seite vorbei! 

SOULSPLITTER sind:

Sami – Vocals

Simon – Gitarre

Felix – Bass

Lewin – Keys

Fenix – Drums

SOULSPLITTER; Pic by lightinmirror.de

1 Kommentar zu „Eine Ganz Besondere Connection

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